3.8.
Viele wissen nicht, dass sich Flops mit einem Paar sehr gut zum bluffen eignen. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn kein Strassen-oder Flushdraw noch zusaetzlich moeglich ist.
Manchmal, wenn man gegen viele Kontrahenten spielt, kann man auch einen sog. verzoegerten Bluff machen. Anstatt sofort zu setzen, wenn der Flop mit einem Paar kommt und man in einer fruehen Position ist, ist es oft besser zu checken. Wenn nun ein guter Spieler in einer spaeten Satzposition setzt und Sie glauben, dass er in diesem Fall moeglicherweise blufft, koennen Sie einen Call machen, wenn niemand sonst mitgegangen ist. Angenommen niemand nach Ihnen hat gecallt, koennen Sie jetzt auf die Turnkarte eine Wette plazieren. Sie haben durch dieses Verhalten ein Slowplay vorgetaeuscht und werden oft den Pot gewinnen. Es schaut so aus, als ob Sie nur gecallt haben in der Hoffnung andere Spieler zwischen Ihnen und der Person, die gewettet hat, zum Mitgehen zu verleiten und, dass Sie jetzt Angst haben, er koennte nicht mehr wetten, wenn Sie checken. Sie sollten aber bedenken, dass Sie diesen Spielzug vergessen koennen, wenn wirklich jemand nach Ihnen callt.
Wir wollen hierzu ein Beispiel geben. In einem Spiel mit vielen Leuten kommt folgender Flop:
Dame♠ / 6♦ / 6♥
Sie checken nun in einer fruehen Position und ein Spieler in einer spaeten Position setzt. Sie callen und niemand sonst geht mit. Jetzt waere es richtig auf die Turnkarte zu setzen, ganz gleich was kommt. Es kann durchaus passieren, dass Ihr Gegner sogar ein Paar Damen wegwirft. (Das ist der Grund, warum wir wollen, dass es ein starker Spieler ist, der setzt.) Beachten Sie auch, dass die meisten Spieler niemals auf den Flop setzen wuerden, wenn sie tatsaechlich eine 6 haben. Gegen solche Spieler funktioniert diese Strategie sogar noch besser.
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